Meine Erfahrungen mit der Op bei Dr. Ablaßmaier

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Meine Erfahrungen mit der Op bei Dr. Ablaßmaier

Beitragvon Minou » Dienstag, 23. Mai 2017, 13:47:43

Hallo, vor ziemlich genau einem Jahr wurde ich bei Dr. Ablassmaier in München operiert. Ich habe bewusst dieses Jahr gewartet, um mich dazu zu äußern, um zu sehen, ob die Op auch langfristig Erfolg hat. Ich bin 50 Jahre alt, vor der OP litt ich 7 bis 8 Jahre unter Sodbrennen - der Beginn war schleichend, deswegen kann ich das gar nicht genau sagen. Anfangs war es wohl mehr stressbedingt, aber 2012 wurde eine "kleine" Hiatushernie festgestellt. Gegen das Sodbrennen und die ständig zunehmenden Magenbeschwerden nahm ich Pantoprazol, wobei ich die Dosis über die Jahre hinweg steigern musste auf zuletzt 2x40 mg / Tag. Dennoch litt ich weiterhin ständig unter Magenschmerzen und die Liste der Speisen und Getränke, die ich nicht vertrug, wurde länger und länger. Obwohl mir mein Arzt von einer OP strikt abriet, konnte ich mir nicht vorstellen, den Rest meines Lebens mit diesen Beschwerden zu leben, googelte immer wieder nach OP-Methoden und entschied mich schließlich für Dr. Ablassmeier. Ich fand die Dissertation über die OP-Methode, die ich im Netz fand und die Erfahrungsberichte bei jameda letztlich überzeugend. Die Terminvereinbarung ging überraschend schnell - da man auf Termine bei Spezialisten normalerweise ewig warten muss, machte mich das schon fast wieder misstrauisch, aber das erste unverbindliche Vorgespräch verlief so positiv, dass ich mich zur OP entschloss.
Bei der OP wurde eine Hiatushernie von 5 cm festgestellt, durch die sich der Magen teilweise nach mediastinal verlagert hatte. Nach OP-Bericht wurde folgendes gemacht: BICORN-Verfahren, Diagnostische Laparoskopie, Hiatoplastik, Gastrofundophrenicopexie, Fundo-Ösophagopexie.
Die OP selbst ist natürlich kein Spaziergang. VOr allem am ersten Tag hatte ich Schmerzen, in erster Linie in der Schulter durch den nervus phrenicus, der durch das OP Gas gereizt wird, aber es hielt sich noch in erträglichen Grenzen. Nervig waren Hunger und vor allem Durst, weil ich so gut wie nichts herunterbekam.
Nach dem zweiten Tag ging es allmählich ein wenig besser, aber insgesamt war das Essen anfangs eine zeitraubende Angelegenheit. In den ersten Wochen kam es auch fast täglich vor, dass ich eine Art Krampf in der Speiseröhre bekam und das gerade Geschluckte einigermaßen unschön wieder hochwürgen musste. Nach 6 Wochen hatte sich das aber, wie von Herrn Ablassmaier ziemlich genau vorhergesagt, alles wieder normalisiert.
Die PPIs habe ich ausgeschlichen und erst zwei Wochen nach der OP ganz abgesetzt. Ich habe im ersten halben Jahr nach der OP höllisch aufgepasst, nur ja nichts schweres zu heben. Mein Fazit nach einem Jahr: Ich nehme keine PPIs mehr, ich habe so gut wie nie mehr Sodbrennen, und keine Magenschmerzen - für mich war die OP ein voller Erfolg. Ich esse und trinke wieder alles; nur bei Alkohol bin ich immer noch vorsichtig. Wobei ich auch hier nicht völlig abstinent sein muss: Ein Bier oder ein Glas Wein geht völlig problemlos, und das reicht mir eigentlich.
Die Klinik selbst war übrigens super - nur Einzelzimmer, nette Schwestern. Der Aufenthalt dauerte 4 Tage: ich bin Donnerstagabend angereist, Freitag operiert und Montag entlassen worden.
Natürlich kann man niemanden versprechen, dass die OP so gut verläuft. Mir hat sie jedenfalls ein riesiges Stück Lebensqualität wiedergegeben.
Minou
 
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Re: Meine Erfahrungen mit der Op bei Dr. Ablaßmaier

Beitragvon vanessa » Mittwoch, 31. Mai 2017, 15:12:23

Liebe Minou,
ganz herzlichen Dank für Deinen Bericht. Das ist sehr hilfreich, das zu lesen! :-))
Lieben Gruss, Vanessa
vanessa
 
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