Meine OP bei Herrn Thomas (neuer Kollege von Dr. Löhde)

Bitte hier Erfahrungen posten, wer nach L.oe.h.d.e operiert wurde

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Re: Meine OP bei Herrn Thomas (neuer Kollege von Dr. Löhde)

Beitragvon pharmdoc » Freitag, 30. Juni 2017, 14:22:32

Hallo anzrp,
sorry für die späte Antwort, schaue hier nicht mehr so oft rein.
Ich war einmal vor der OP in Berlin. Theoretisch geht es aber auch telefonisch, wenn du all deine Befunde vorab hinschickst.
Einzelzimmer gibt es, ich war aber im 2 Bettzimmer und habe das Bad geteilt. Kann nichts negatives über das KH sagen.
Ich spüre von der OP nichts mehr, bei keiner Bewegung, das Netzt verwächst ja mit dem Zwerchfell, auch im Liegen ist der Reflux weg.
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Re: Meine OP bei Herrn Thomas (neuer Kollege von Dr. Löhde)

Beitragvon pharmdoc » Mittwoch, 20. Dezember 2017, 16:41:15

Hier noch mal ein update, 2 Jahre nach der OP. Was das Sodbrennen betrifft, muss ich sagen, dass ich gelegentlich wieder ein leichtes Brennen nach fettem Essen, Süßem oder Alkohol verspüre, allerdings deutlich schwächer als es vor der OP war. Meistens am Wochenende wenn ich mich unregelmäßiger ernähre und mal Alkohol trinke. Ist aber gut handelbar, zur Not hilft eine Gaviscon oder Talcid. Scharfe Speisen vertrage ich nicht ganz so gut, verspüre danach häufig ein Brennen im Oberbauch. Probleme macht mir aber zunehmend ein Räusperzwang und eine Schleimbildung auf den Bronchien und im Rachen (weißes Sekret), was sich auf meine Stimme auswirkt, ich werde schnell Heiser oder muss beim Reden räuspern. Die Symptome nehmen nach dem Essen deutlich zu, beim essen läuft kurz die Nase, und kurz danach muss ich etwas Schleim abhusten, dann ca. 30-60 Minuten nach dem Essen für ca. 1-2 Stunden sammelt sich Schleim im Rachen und ich muss ständig räuspern. Nachts im Liegen und morgens geht es mir eigentlich am besten. Folgendes habe ich bisher unternommen:
HNO: Kehlkopfspiegelung, kein Anzeichen für Reflux (zwei unabhängige HNOs). Verdacht auf chronische Sinusitis und post nasal drip, schiefe Nasenscheidewand, daraufhin Nasennebenhöhlen OP -> bessere Nasenatmung aber jetzt ein halbes Jahr nach OP immer noch die Räusperproblematik.
Lungenfacharzt: Lunge ohne pathologischen Befund, keine Entzündung, kein Asthma, keine Allergien
Gastro: Magenspiegelung, mit folgendem Befund. Guter Schluß der Kardia, keine Hernie, allerdings im Vergleich zu vor 1,5 Jahren möglicherweise nicht mehr ganz so fester Schluss um das Endoskop in retrograder Sicht, bei normalen Befund des Magens. Inaktive Entzündung (Zylinderepithelzungen) im Ösophagus, kein Barrett, kein HP. Also im Vergleich zu vor 1,5 Jahren, keine negative Veränderung im Ösophagus vor allem keine aktive Entzündung. Der nicht ganz so feste Schluß der Kardia könnte dafür verantwortlich sein, dass Gase aufsteigen. Vermutung des Gastros. Daraufhin 2x40 mg PPI als Probetherapie, ob sich die Symptomatik verbessert. Und tatsächlich die Schleimproduktion hat jetzt nach ca. 4 Wochen nachgelassen, wenn gleich sie aber noch nicht komplett verschwunden ist. Was ganz gut wirkt, ist Gaviscon advance direkt nach dem Essen genommen, danach muss ich deutlich weniger räuspern.
Alle Indizien sprechen also dafür, dass sich da ein stiller Reflux ausgeprägt hat. Auch wenn ich andere Symptome wie Reizhusten, entzündeter Kehlkopf, Globusgefühl, Zungebrennen usw. (zum Glück) nicht habe. Ich werde dies alles nun Doc Löhde schicken und ihn mal um seine Meinung bitten. Vielleicht findet sich ja doch noch eine andere Ursache. Bisher bin ich aber ratlos...
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Re: Meine OP bei Herrn Thomas (neuer Kollege von Dr. Löhde)

Beitragvon Limbus » Donnerstag, 21. Dezember 2017, 22:09:06

Hallo Pharmadoc,

tut mir Leid das lesen zu müssen. Eine wirklich Idee, woher das Ganze kommen kann, habe ich, bis auf den stillen Reflux auch nicht. Wobei es schon komisch ist, dass der gesamte Hals nicht gereizt ist, das widerspricht dem Ganzen irgendwie.

Das sich der Verschluss gelckert haben soll, ist halt wirklich immer schwer zu beurteilen, allein schon, weil sich dies durch unterschiedliche Mengen Gas die in den Magen gepumpt wird ändert. Also, wenn der Untersucher zu viel oder mehr Luft als bei der ersten Untersuchung verwendet, kann es allein schon deshalb zu einem falsch positiv bewerteten Bruch kommen, da durch die Dehnung die Öffnung auseinander zieht.

Interessant wäre, was passiert, wenn du die PPI's jetzt wieder ausschleichst. Wenn der Schleim etc. wieder kommt, hast du denke ich deinen Beweis, dass es Säurebedingt ist.

Eine andere Idee hab ich leider auch nicht :(

Ich hoffe, dass es dir bald besser geht.

Gruß
Limbus
 
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Re: Meine OP bei Herrn Thomas (neuer Kollege von Dr. Löhde)

Beitragvon Masterp » Freitag, 22. Dezember 2017, 14:15:39

Ich würde mich da jetzt nicht verrückt machen. Schmerzen im Oberbauch können von einer Gastritis kommen, die auch Sodbrennen auslöst. Das haben gesunde Menschen auch.
Die Sache mit dem festen Verschluss würde ich in Düsseldorf beim Dr. Strahl gegen checken lassen. Bekanntlich sind Magenspiegelungen und Hernienbeurteilungen recht ungenau.
Refluxer seit 1998.
Bislang nicht operiert.
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Re: Meine OP bei Herrn Thomas (neuer Kollege von Dr. Löhde)

Beitragvon pharmdoc » Freitag, 29. Dezember 2017, 12:53:04

Schmerzen im Oberbauch habe ich ja nicht, das war mal vor eineinhalb Jahren. Das einzige, was mich verrückt macht, ist das nervige Geräuspere und der Schleim nach dem Essen. Und die PPI helfen tatsächlich, obwohl ganz weg ist es noch nicht, besonders nach dem Essen. Werde die Dosis mal ca. 3 Monate durchziehen und dann langsam absetzen. Habe hier ein Absetz-Protokol gefunden von LPR Patienten, die auf PPI ansprechen (3 Monate Hochdosis), und danach 66% symptomfrei über mehrer Monate blieben:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28730666
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