Beschwerden von der Hernie? Bitte um Rat...

In diesen Forum soll der Erfahrungsaustausch von operierten Patienten und Interessierten stattfinden.
Da sich doch viele Fragen im Laufe der Erkrankung ergeben und diese nur sehr schlecht bis gar nicht beantwortet werden, war es mir als Operierter ein großes Anliegen, dieses Forum zu erstellen. Hier soll nicht schlecht über Ärzte geschrieben-, sondern nur die Erfahrungen miteinander ausgetauscht, werden.

Viel Unsicherheit ensteht, ob denn eine OP von Nöten ist oder nicht. Dies sollte immer grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt zusammen entschieden werden. Dieses Forum soll lediglich eine Hilfestellung bieten.

Inhalte können vom Ersteller dieses Forum nicht geprüft werden. Werden anstößige Inhalte gefunden, werden diese vom Administrator gelöscht. Der Ersteller übernimmt keinerlei Haftung über die Inhalte. Dieses Forum bietet nur den Erfahrungsaustausch.
Medikamente, sowie sämtliche Vorgehensweisen sind grundsätzlich mit dem behandelden Arzt zu besprechen. Der Ersteller haftet grundsätzlich für keinerlei Dinge, er bietet lediglich den Austausch von Erfahrungen.

Moderatoren: Masterp, André

Beschwerden von der Hernie? Bitte um Rat...

Beitragvon Bini2407 » Sonntag, 19. August 2018, 21:42:55

Hallo, auf der Suche nach einer Erklärung für meinen "Zustand" bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe hier die letzten Tage herumgestöbert... Bei mir wurde vor kurzem bei einer Magenspiegelung (wieder) eine kleine axiale Hiatushernie festgestellt. Die Spiegelung wurde gemacht, weil ich seit Januar diesen Jahres bereits dreimal massive Übelkeits- und Brechanfälle hatte- so schlimm, dass ich stundenlang richtige "Brechkoliken mit Zwerchfellkrämpfen" habe, sodass ich mit Tatütata ins KH musste, mit Infusion usw. ... Nach dem ersten Brechanfall wurde ich am Unterleib operiert, weil man dachte, es käme daher (hatte freie Flüssigkeit im Unterbauch, wohl durch eine geplatzte Eierstockzyste und leicht gerötete Eileiter und Verwachsungen). Ich muss dazu sagen, dass ich seit meiner Jugend mit Euerstockzysten zu tun habe und dadurch auch schon freie Flüssigkeit im Bauchraum hatte, aber noch nie Brechanfälle dadurch bekam. Im KH erfolgte dann noch eine Gastroskopie mit dem Ergebnis einer leichten Gastritis. Drei Monate später kam der 2. Brechanfall, diesmal schoben die Ärzte es auf einen akuten Infekt. Anderthalb monate später, am 20. Juni dann der dritte Anfall. Diesmal erneut Gastroskopie mit dem Ergebnis "kleine axiale Hiatushernie". Bereits 2011 hat man bei mir bereits eine Hiatusgleithernie per Spiegelung festgestellt. Seltsam ist, dass bei drei weiteren Spiegelungen in den Jahren 2012 bis  2018 nicht mehr von einer Hernie die Rede war (ob die das übersehen haben?). Ich habe seit meiner Jugend (bin jetzt 37) immer mal wieder mit Sodbrennen zu tun. In den letzten Jahren stärker, sodass ich öfter mal auch PPI's nehmen muss. Seit dem zweiten Brechanfall ist es zeitweise extrem, als ob die Speiseröhre wegäzt, ohne PPI ging zeitweise gar nichts mehr...
Seit Jahren habe ich Probleme mit dem Hals ( Z.n.Abszesstonsillektomie li. 2011, Tonsillektomie re. 2012, Rest-TE in 2017 wg. brennenden, therapieresistenten Halsschmerzen) und Speicheldrüsen, mein Kehlkopf soll auch immer etwas gerötet sein. Lt. HNO's möglicherweise auch bedingt durch Reflux... Der erste Brechanfall im Januer war kurze Zeit, naxhdem ich ca. einen Monat lang einen Infekt mit hartnäckigem Husten hatte. Vielleicht hat sich ja die bereits bestehende Hernie durch den Husten verstärkt...?  Auch jetzt noch habe ich immer wieder das Gefühl, als ob die Bronchien gereizt sind und ein Husten beginnt, aber ohne richtig zu husten, sondern eher ständiges räuspern... Überhaupt bin ich seit 2011 ständig krank, fühl mich schlapp und nicht mehr richtig gesund, hab oft erhöhte Temperatur (habe auch schon eine ärzteodyssee hinter mir, im Grunde ohne eine wirkliche Erklärung. Allerdings sind Entzündungswerte chronisch erhöht, und mein Immunsysten "ballert permanent auf Hochtouren", Ursache bislang unklar).

 Ich hab die Hernie (die ja schon 2011 mal diagnostiziert wurde) nie für voll genommen (hatte genug andere Probleme) und bis auf das Sodbrennen, dass ich mit Omeprazol & co. gut im Griff hatte, hielten sich die Beschwerden ja im Rahmen. Doch nun plagen mich auch noch diese Brechanfälle UND seit ca. Vier Wochen habe ich im linken Oberbauch stechende Schmerzen, die in den Arm, Rücken und z.T. in den Brustkorb ausstrahlen. Ich kenne diese Art von Schmerz, v.a. bei Blähungen, wodurch die Luft auf das Zwerchfell drückt, aber die sind bisher nur temporär aufgetaucht und nicht dauerhaft... langsam werde ich echt wahnsinnig durch die Schmerzen. Mein "netter" Gastroenterologe hat mir jetzt ne Überweisung für den Psychologen in die Hand gedrückt... ich glaubs nicht, echt! :cry:

Kommt euch das bekannt vor? Ich meine könnten die Brechanfälle und die Schmerzen von der Hernie kommen? Kann denn eine Hernie solch schlimme "Anfälle" auslösen? Mach mir natürlich auch Sorgen, dass es vielleicht "etwas schlimmeres" ist, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es mir schon lange eher "bescheiden" geht. Bisher waren aber Ultraschall Abdomen (mehrere) unauffällig (allerdings muss das ja nichts heißen... Ich vertraue den Ärzten da auch nicht mehr wirklich, vor allem da so starke Beschwerden habe). Bisher hat der Gastroenterologe keinen Zusammenhang zwischen der Hernie und dem Brechen und den Schmerzen hergestellt. Aber möglicherweise ist das ja des Pudels Kern...?
Was meint ihr?



Habe heute einfach mal eine E-Mail an die Praxis Löhde geschickt. Ich komme aus Berlin und vielleicht gibt es eine Rückmeldung/ Beratungstermin...? Würde aber trotzdem gerne eure Meinungen/ eigene Erfahrungen hören.

Ps: Der lange Text tut mir leid, ich hoffe es liest sich trotzdem jemand durch ...

LG, Sabrina
Bini2407
 
Beiträge: 1
Registriert: Sonntag, 19. August 2018, 21:34:43
Hat sich bedankt: 0 mal
Danksagungen: 0 mal


Re: Beschwerden von der Hernie? Bitte um Rat...

Beitragvon Masterp » Montag, 20. August 2018, 16:22:58

Könnte von deiner Gastritis kommen. Würde mal die Ernährung umstellen.
Refluxer seit 1998.
Bislang nicht operiert.
Benutzeravatar
Masterp
 
Beiträge: 2044
Registriert: Samstag, 12. Mai 2012, 16:32:15
Hat sich bedankt: 0 mal
Danksagungen: 0 mal


Zurück zu Zwerchfellbruch Operationen (Generelle Themen dazu).